Niels hat Urlaub

Es gibt Tage im Jahr da weiß man gleich beim aufstehen, dass man besser liegen bleiben sollte, wie heute halt.

Nachdem ich gestern oder besser heute morgen viel zu spät ins Bett gegangen bin, bin ich heute also schon ziemlich zerknittert aufgewacht und dachte mir “ne, heute das wird nix”.

Grad noch so pünktlich bei $Brötchengeber angekommen, gemütlich Notebook aufgestellt, Mailprogramm und Webbrowser gestartet und zack Fehlermeldung….

Da wollte doch ein Webserver partout keine Perl-CGIs mehr ausführen, sondern hat sie nur brav zum Download angeboten. Also mal geschaut warum der das macht. apache.conf in Ordnung conf.d/ alles in Ordnung, keine Fehler im syslog und auch nichts beim Syntaxcheck. Warum auch, es war ja niemand auf dem Rechner drauf der irgendwas hätte kaputt machen können.

Nach diversen trial&error Experimenten und einen Systemneustart, immernoch kein zufriedenstellendes Ergebnis :(

Doku zu Apache und Modperl durchgelesen, auf der Testinstallation alle möglichen Configs verglichen, nichts…

Nach zweieinhalbstunden mal jemanden anderen dran gelassen und fünf Minuten später ist das Problem gelöst.

Jetzt frag ich mich nur welche Depp bitteschön Programme schreibt die in Regelmässigen abständen neue Verzeichnisse unterhalb des jeweiligen wwwroot anlegt ohne dafür zu sorgen das vielleicht der Apache da auch reinwechseln darf. Und warum das nicht sofort als erstes in der FAQ steht, das solche Sachen überhaupt passieren können. Nicht das besagte Software nicht eigentlich auf ner Datenbank aufsitzt und man meinen sollte nagut dann gibt’s halt ne deutliche Fehlermeldung und ein Feature steht nicht zur Verfügung…

Nein, natürlich geht dann gleich gar nichts mehr und so als unbedarfter Admin der nie was damit zu tun hatte, sucht man sich nen Wolf. Ich frag mich echt wer sowas baut. Hint die OpenLDAP Leute sind diesmal unschuldig, aber bei denen hab ich auch noch ne Rechnung offen.

Bitch Slap

… hmmm …. das erste Gefühl nach dem Film ist: Was für ein grandioser Scheiß :-)

Dennis hat ja irgendwas von “sowas wie Sin City” erzählt – da ist jetzt aber nix dran! Das Ding ist halt schön durchgestylt und dieses billige Composite ist bestimmt auch mit Absicht so gemacht, aber von der Coolness und (gerade) der Story  sind da Welten dazwischen.

Niels meint: ★★☆☆☆ 

Umzug

So, gruppenkasper.net ist umgezogen. Und dabei habe ich – wie immer – mal wieder das Theme ausgetauscht ;-) Und habe auf wordpress zurück gewechselt

[Update]
Jetzt ist der Umzug auch wirklich vollzogen. :-)

nss_ldap und Nested Groups

Posix Gruppen erlauben es leider nicht, Gruppen in Gruppen zu stecken. rfc2307bis ermöglicht dies, ist aber bereits ausgelaufen. Trotzdem findet es überall Verwendung: Z.B. im Active Directory.

Nützlich sind Nested Groups für die Microsoft A-G-DL-P Umsetzung in der Linux Welt. Zum einen werden diese für Gesamtstruktur Vertrauenstellungen benötigt, zum anderen kann man so bereits im Active Directory sehen, wer auf was Zugriff hat, was mit Bordmitteln sonst nicht möglich ist.

Die nsswitch Erweiterung nss_ldap unterstützt rfc2307bis, aber leider nicht vollständig. Hier ist mein Patch.

Personalisierter Junk

Faszinierend, von welcher Art der Spam ist, den ich mittlerweile bekomme:

Die unerwünschten Mails, die es noch schaffen, mich zu erreichen, werben für Firewall Appliances, Erlenmeyerkolben und Antivirus Lösungen für Blackberrys. Und ich bringe es wirklich nicht übers Herz, den Junk in den Spam Trainer zu befördern…

Da muss irgendwo ein Data Mining stattgefunden haben.

Machen wir auch in Desktop virtualization? :-)

Ich hab’ gerade die aktuelle ct gelesen und bin da wieder über den tollen Begriff “Desktop virtualization” gestolpert:

“Virtual desktop infrastructure (VDI) is a server-centric computing model that borrows from the traditional thin-client model but is designed to give system administrators and end-users the best of both worlds: the ability to host and centrally manage desktop virtual machines in the data center while giving end users a full PC desktop experience.”

Wenn also Wikipedia nicht lügt, dann ist unser Linux-System genau sowas: Zentrales Managment (PXE aktivieren und los), aber der Nutzer fühlt sich wie vor einem “normalen” Desktop und kann Tuxracer oder die coole Linux-Demo von World of Goo spielen und nebenbei für sein Studium recherchieren (…vielleicht sind die Prioritäten da auch umgekehrt….). Wenn man also die Clients durch sowas wie die schon beschriebene, sehr sparsame Optiplex FX160 ersetzt, haben wir auch unseren Desktop "virtualisiert". Und da braucht man keine super-potenten Server, die bestimmt genausviel Strom zusätzlich fressen (und wesentlich mehr Kühlung, Platz, etc im Rechenzentrum verbrauchen), wie der Umstieg auf Kleinst-Knuddel-Thin-Clients einsparen würde.

Naja, bestimmt habe ich ein Totschlag-Argument für Desktop-Virtualisierung übersehen…, aber im Moment überzeugt mich das nicht wirklich.