AIGLX und mein Notebook/Desktop

Juhu,

mein Notebook kann ganz doll klicki-klicki bunt! Dieser zugegeben grammatikalisch mehr als fragliiche Satz ging mir durch den Kopf, als ich es endlich hinbekommen hatte, AIGLX auf meinen Dell D610 zum laufen zu bekommen.

Es funktioniert bei mir nur mit den Treibern von xorg, die fglrx-Dinger von ATI (closed source!) wollten nicht so richtig, da stürzt mir KDM immer mit schwarzen Bildschirm ab. Nicht schön. Aber dank den Opensource-Treibern ist das jetzt ja kein Problem mehr, ich kann den Desktop drehen, minimieren und die Fenster wackeln lassen. ":-)"

Nur so richtig schnell ist das ganze noch nicht, der Firefox z.B. reißt die Geschwindigkeit maßlos in die Tiefe…aber mal sehen, ob man den beryl (Composite-Manager) noch tunen kann. Oder aber sehen, was Gnome 2.6.16 bringt: Da soll ja ein solcher Manager schon integriert sein, vielleicht ist das schneller und besser aufeinander abgestimmt. Und archlinux hat die Version ja schon in testing, es kann also nicht mehr so lange dauern.

Nach dieser Erfolgsmeldung mache ich mich heute abend gleich an meinen Desktop: Die Nvidia-Karte sollte das ja noch einfacher hinkriegen und dabei wesentlich schneller sein.

[Update]
Wooho. Mit den Beta-Treibern von Nvidia funktionieren die coolen Effekte jetzt auch auf meinem Desktop…und das wesentlich schneller! Eine wichtige Randnotiz für mich: Die Reihenfolge, in der man Quellen in der pacman.conf einträgt, ist wichtig.

Fehler, die es nur bei anderen Leuten gibt

Aus irgendeinem Grund schienen unsere Rechner am Standort Geo nicht mehr zu booten, seit dem sie das neue DXS-System booteten. Dennis und ich haben uns das heute angesehen. Ergebnis: Wenn man fünf bis sechs Minuten wartete, liefen die Rechner und man bekam einen Anmelde-Dialog.

Gut, ob 640×480 bei irgendwas unter 70 Hz so angenehm zum Arbeiten sind, sei dahin gestellt. Aber liefen taten sie – auch wenn unsere Hardware-Abteilung uns glaubhaft versichern konnte, dass der gleiche Vorgang bei ihrem Besuch nicht von Erfolg beschienen war.

Im Endeffekt lässt sich das Problem auf die Monitore eingrenzen (den Verdacht hatten wir schon vorher, aber mit eigenen Augen Bestätigung erhalten, ist immer besser ":-)" ): Die dummen Sony-Monitore können nämlich maximal 61 Hertz bei 1024×768. Was sie wohl reif für die Entsorgung macht…

Egal, der Standort Geo ist wieder benutzbar (wenn auch mit nur 60 Hz) und alle Rechner booten.

ivman rockt!

Auf meinem Linux-System zuhause funktioniert das automatische mounten von Datenträgern ja schon relativ lange, aber jetzt ist es auch auf dem DXS-System so weit: Dank aktuellem udev (im Zusammenspiel mit dbus, hal und pmount) hat sich die Zahl der funktionierenden USB-Sticks stark erhöht.

Und was ich viel wichtiger finde: Wenn jetzt eine CD, DVD oder ähnliches eingelegt wird, kann man einen schönen bunten Dialog starten. Möchtest Du die DVD abspielen? Oder der rox startet und zeigt den Inhalt der CD an. Unter Gnome/KDE war sowas ja nie ein großes Problem, doch dank ivman kann das jetzt auch der coole IceWM. ":-)"

Mich persönlich nerven zwar unter Windows diese ganzen PopUp-Fenster, aber dem Computer-Newbie dürften sie das Leben mit unseren Terminals weiter erleichtern.

DXS-System by nhi

Urlaub hilft echt: Kaum zurück, hat man wieder die Muse, sich mit initramfs und Konsorten auseinander zusetzen. Erfolgreich.

Meine Hochachtung für archlinux steigt von Tag zu Tag. Die haben ja einen Ersatz für mkinitramfs eingeführt – mkinitcpio. Die Unterschiede sind jetzt zwar nicht soo groß (wenigstens vom meinem Standpunkt aus), aber man kann einfach hooks für dieses Skript schreiben und dieses bindet die dann an in der angebenen Reihenfolge in /init des initramfs ein.

Ich hatte zuvor schon mit Gentoo und dem ulibc/busybox-Zeugs von TinyGentoo rumgespielt, aber irgendwie ist das zu viel Aufwand für meine Zwecke: Ich möchte ja nur alle Netzwerkkarten-Treiber (und die für die USB-Tastaturen, denn wenn die fehlen, kann man erst so spät die MagicSysRQ-Trigger auslösen… ":-)" ) in das initramfs integrieren und dann per NFS (oder über fuse auch per ssh – obwohl da die X-Server derbe in die Knie gehen dürften…aber samba….) das spätere root-Filesystem mounten. Dann das ganze flugs per unionfs schreibbar machen, das root-FS ummounten und die ramdisk gibt die Kontrolle an den init-Prozess des DXS-Systems ab. Ab da funktioniert dann die Distro ganz allein, ohne dass man an dieser Stelle noch Skripte integrieren müsste.

Tja, und soweit habe ich das dann auch schon geschafft: Meine DXS bootet sauber durch, kann /var und sonst alles schreiben und sogar der gdm kommt sauber hoch – dank der höchst konservativen backup-default-sollte-nie-benutzt-werden-xorg.conf, die den vesa treiber nutzt. Und soeben habe ich gesehen, auch mit dem closed-source fglrx-Treiber für die radeon-Karten startet xorg samt gdm wunderbar durch (nur dri nicht, da muss man ja bei der config noch irgendwas austragen).

Was bleibt noch zu tun: LDAP konfigurieren (einfach die Config von Dennis klauen :-), die Erzeugung der xorg.conf ebenfalls in die ramdisk auslagern (sonst müsste ich ja wieder die Distro anfassen und dass will ich ja nicht) und schließlich noch ein paar Spielereien (verschiedene NFS-Server durchprobieren, wenn einer nicht antwortet (und schließlich ein fallback-Ding laden, dass dann einen BSOD zeigt).

Und ganz zum Schluss natürlich ivman und Kollegen konfigurieren, denn diese ganze Sache ist ja nur nötig, da mein Mit-Admin mir kein System mit Kernel > 2.6.14 zur Verfügung stellt. Naja, spätestens, wenn sie bei WoW das Ehrensystem wieder auf null stellen, hat er wohl Zeit für sowas. ":-)"

Bei sich selbst klauen ist cool

Die doofe Zeit, die ich brauchte, um mich einigermaßen in PHP einzuarbeiten, doch zu etwas nutze war. Alles liegt schön in Funktionen untergliedert vor, also kann man sich wunderbar bei sich selbst bedienen.

Und wenn der Chef dann innerhalb von ein paar Tagen eine komplette Seite mit Authetifizierung gegen LDAP braucht, muss man sich nur noch kurz über die inkonsequente Syntax von MySQL aufregen (warum ist die bei INSERT und SELECT unterschiedlich: einmal das=irgendwas oder aber das LIKE irgendwas; naja, was solls). Tja, aber wenn man nebenbei die Aufzeichnung von Dr. House sieht (auf dem guten alten, aber wieder funktionierenden (Stecker raus, 30 min warten, Stecker rein, geht) Videorecorder sieht, schreibt man solche Gedanken erst um ungefähr jetzt nieder. ":-)"

So, jetzt aber ab ins Bett…obwohl, ich sehe gerade, dass die Mittwochsfolge von Criminal Intent läuft…wird also wohl doch später.

@Aiko: Neuer Post, kein neues Theme. ";-)"

Neue(?) Ideen für das DXS-System

Naja, so neu nun auch wieder nicht. Ein paar Dinge geistern halt nur schon eine Weile durch meinen Kopf und damit ich die nicht immer wieder vergesse (und mich gleichzeitig jedesmal kurz freue, was ich doch für eine tolle neue Idee habe), schreibe ich die ein, zwei Gedanken einfach mal auf.

  • Ich würde gerne den Boot-Vorhang umstellen: Alles, was das DXS-System von der normalen Distro unterscheidet, sollte in einer Initial-Ramdisk abgehandelt werden. Man nehme: udev, klibc und die mkinitfs-Tools (oder mkinitcpio, wie die Software bei archlinux heißt). Der Kernel soll also in Zukunft eine init-Ramdisk laden, die erstens mittels udev alle wichtigen Module lädt und dann mit Hilfe der klibc das NFS-Rootverzeichnis (es entfällt also die Notwendigkeit, diese NFS-Geschichte vom Kernel erledigen zu lassen – find ich einfach eleganter) und im zweiten Schritt das unionfs einmountet. Ein weiterer Vorteil der Ramdisk ist, dass dort alle möglichen Treiber für Netzwerk-Karten untergebracht werden können.
  • Die Hardware-Erkennung könnte auch umgestellt werden: Udev selbst müsste in der Lage sein, fast alle Module für die grundlegenden System-Komponenten zu laden. Aber auch die X-Server-Konfiguration sollte über udev+hal+ivman zu realisiern sein – jedenfalls ist das meine persönliche Überzeugung nach Nächten des Doku-Lesens und Ausprobierens; einfach ein paar Regeln definieren, die die hal-Objekte Grafikkarte, Maus usw. in die xorg.conf übertragen. Natürlich könnte dies auch der Overkill sein und hwinfo ist weiterhin das Richtige.
  • Mittels ivman und pmount könnte man weiterhin das DXS-System noch einen weiteren Schritt in Richtung "Windows-XP-look-alike" bewegen. Sobald ein USB-Stick oder eine externe Platte eingesteckt wird, erscheint ein Popup-Fenster. Der ROX-Filer zeigt dann den Inhalt des Datenträgers an. Klicki-klicki-bunt halt. Und dummy-kompatibel.

So, jetzt ist erstmal Schluss, Criminal Intent wird gerade interessant.